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Präventionsstudien

Präventionsstudien auf Basis von Insulin

Unter physiologischen Bedingungen herrscht im Immunsystem ein Gleichgewicht zwischen autoreaktiven und regulatorischen T-Zellen. Heute wissen wir, dass beim Typ 1 Diabetes diese natürliche Balance des Immunsystems gestört ist und es daher zu einem Verlust der körpereigenen Toleranz gegenüber den insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse kommt. Der Großteil der präventiven Therapieformen verfolgt das Ziel, den zugrunde liegenden Immunprozess zu beeinflussen und so die autoimmune Zerstörung der Betazellen zu verhindern. Derzeit werden insbesondere zweierlei Anwendungen des Betazellantigens Insulin im Rahmen von klinischen Studien geprüft: eine orale bzw. nasale Verabreichung. Oral wird das Insulin in Pulverform z. B. zusammen mit einem Joghurt eingenommen. Nasal erfolgt die Aufnahme des Insulins mit Hilfe eines Nasensprays. Durch die orale oder nasale Gabe von Insulin soll die immunologische Toleranz wiederhergestellt bzw. aufrechterhalten werden. Bei gesunden Personen ohne Inselautoimmunität soll das Immunsystem durch das Insulin wie bei einer Impfung trainiert und so vor der Entstehung des Typ 1 Diabetes geschützt werden (= Primärprävention).

Bei Personen, die bereits Inselautoantikörper als erste Zeichen einer ablaufenden Autoimmunreaktion entwickelt haben,  könnte eine orale oder nasale Anwendung von Insulin wie eine Desensibilisierung bei Allergien wirken und dadurch die Manifestation eines klinischen, symptomatischen Typ 1 Diabetes verzögern oder ganz verhindern.

Der große Vorteil dieser antigenbasierten Therapie mit Insulin ist deren große Sicherheit. Nebenwirkungen wie Unterzuckerungen oder allergische Reaktionen traten bisher nicht auf.


Hier finden Sie eine Übersicht aller aktuell laufenden Präventionsstudien zu Typ 1 Diabetes:

Fr1da-Insulin-Interventions-Studie

POInT Studie

PINIT-Studie

 

Hinweis zu einer Studienteilnahme: 

>> Die Teilnahme an unseren Studien ist freiwillig und kostenlos. Sie setzt die schriftliche Einwilligung der Eltern voraus. 

>> Sie haben jeder Zeit die Möglichkeit, Auskunft über Ihre personenbezogenen Daten zu erhalten sowie ggf. deren Berichtigung oder Löschung zu verlangen. Sie haben das Recht, sich zu beschweren, falls Ihren Wünschen nicht nachgegangen wird.

 

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Anette-G. Ziegler

Besucheranschrift: 
Helmholtz Zentrum München
Institut für Diabetesforschung
Heidemannstraße 1
D - 80939 München

Post- und Rechnungsanschrift: 
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Diabetesforschung
Ingolstädter Landstr. 1
85764 München-Neuherberg

Kostenfreie Rufnummer
0800 - 4 64 88 35

diabetes.frueherkennung@
helmholtz-muenchen.de
 

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